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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
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Die Augen war'n so wunderhold,

And die Maid war so gut in der Seele!

Verachtet Vaters irdisch Gold,

Denn das Gold ihr ja ruht in der Seele!

Den Ritter küßt ein rothcr Mund,

Hah, wie schwoll ihm die Fluth in der Seele!

Doch sieht er in der Seele Grund,

Zwei Augen heim sich weinen wund,

Das stießt ihm wie Blut in der Seele.

Zuleika (melodramatisch).

Wie sich mit Schiras Rosen ja,

So minnig Bülbülls Sang vermählt,

Wie sie ihn alle kosen ja,

Von seinem Lied so bang beseelt,

Wie Well'n die leise», losen ja,

Ein einz'ger Zephir fein erregt,

Wie Meeresfluthen tosen ja,

Wenn sie ein Sturm allein bewegt.

Wie viele Blumen kränzen ja,

Ein einzig Haupt, das theucr ist,

Wie viele Sterne glänzen ja,

Um die ein Sonnenfeuer stießt

Wie Töne sich ergänzen ja,

Wenn Sang von einer Leyer fließt.

Was willst Du Christ begrenzen da,

Wenn Dein die Liebe Zweier ist.

Gleichen.

Dein Liebeswort, Zuleika, habe Dank,

Verscheucht aus meiner Brust des Zweifels Geister,

In dieser Kanne fließt ein Zaubertrank,

Er wird noch heut' des strengen Vaters Meister.Kun'gund-Zuleika!" heißt mein Losungswort.

Wenn es Dein lauschend Ohr heut' Nacht vernommen,Dann komm' herunter, sicher ist der Ort.

Zuleika.

Still, still, ich hör' des Vaters Schritte kommen.

(Zuleika verschwindet. Scheich Ibrahim tritt auf.)