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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
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Und wer steh'n bleibt, ist unschwer einzuholen,

Könnt's ja nachher, so viel Ihr wollt, an Bord.

Gleichen.

Hör' mich, mein Dank ist ewig Dir verpfändet,

Doch eh' Du gehst, ein einzig offen Wort,

Sag' Christian mir, wer hat Dich hergesendet?

Christian (im Weggehn).

Hm, Herr, viel wissen Kopfweh machen thut,

Und schlimm war jetzt, wo's Handeln gilt, Migräne.

Wer fragt woher der Wein, wenn er nur gut,

Geschenktem Gaul sieht man nicht in die Zähne.

(Christian ab.)

Dritter Auftritt.

Graf Gleichen. Zulrika (erscheint am Fenster des Harems).Gleichen.

Zuleika Du? Als säh' ich Kunigund,

So heimelt's mir aus Deinem Anblick nieder,

Und denk ich ihrer auf Gedankens GrundSeh' ich Zuleika's holdes Bildniß wieder.

Zuleika.

Und schau' ich, Christ, in Deinen Augenstern,

Der Zukunft spiegelnd Bild seh' ich darinnen,

In Glück und Eintracht um den einen HerrnDie blonde und die dunkle Gattin minnen.

Gleichen (melodramatisch).

Ein Ritter zog in's heil'ge Land,

Weil so sündliche Brut in der Seele,

Der Ritter schmachtet im Wüstensand,

Nicht gebrach's ihm an Muth in der Seele.

Der Ritter fiel in Feind's Gewalt,

Er bekämpfte die Wuth in der Seele;

Zwei Augen haben ihn angestrahlt,

O, es kocht ihm, wie Gluth in der Seele!

3 *