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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
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O daß dem falschen Troubadour mein Ohr,So süß umgaukelt, gierig lauschen müssen,Jetzt steh' ich da vor Doppelglückes Thor,Zwiefach elend, und mitten durchgerissen!

Zweiter Austritt.

Graf. Christian.

Christian (mit der Kanne).

Da ist er ja, mein lieber, guter Herr,

Mein zuckersüßer Graf o laßt Euch sagen

Vor lauter Freude kenn' ich mich nicht mehr,

Möcht' wie ein Büblein Purzelbäume schlagen!

Gleichen.

Was, ist das Christian, täuscht mich mein Gesicht?Wer führt Dich her, sag an, wie das geschehen?

Christian.

Ach, gnäd'ger Herr, sprecht davon lieber nicht,s' war einer nun Hab' schlecht're schon gesehen.Doch was? Ihr arbeitet im Sclavenkleid?

O, könnt ich an den Hals den Muselmanne!

Doch Herr, ich bring' Euch gute Neuigkeit,

Vor allen Dingen eine volle Kanne.

Erst stärkt Euch selbst, so viel Ihr wollt, am Wein,Die Kanne wird nie leer, ein selten Stücke.

Dann sollt Ihr seifen Euren Türken ein,

Daß er nicht weiß, ob Turban, ob Perrücke.

Wenn er da liegt dann wie ein nasser SackVor Morgengrau'n erwachend keines Falles,

Dann macht Euch schleunigst fort mit Sack und Pack,Und Eurem Dirnlein, o, ich weiß schon Alles.

Ich will, ein Schiff zu suchen, jetzt nach Joppe gehn.Doch eins beherzigt, und dann Gott befohlen,

Nur nicht geschäkert; denn wer küßt, bleibt stehn,