der Hertzens=Gesprächen.181dem sie alle Dinge vorüber gegangen) zu geniessenund sich zu vereinigen mit dem Bräutigam JEsu /in der Liebe / worin Er sich selbst geniesset / überund ausser allem dencken und begreiffen.2. Zu dem Ende müssen wir mit völligem Her-tzen / ehrerbietig / und mit grossem Glauben [undVertrauen] stehen vor dem HERRN /und begierig dürsten und schöpfen sein lebendigesund warmes Blut / worin wir alle Menschen umfassen und in JEsum ziehen / der das Wort ist /damit wir in Ihm vereiniget werden: wodurchwir auch ſehr begierig gemachet werden / umb ſei-nes Namens willen allerhand Ungemach und Un-recht zu erdulden: woꝺurch wir auch erinnertwerden / nicht hoch zu achten / was wir etwa jetzun-der einer von dem andern leyden / es sey in denSitten [und Wandel/] oder auch am Leibe.Dann wir werden in der Ewigkeit nicht ein-gedenck seyn der Schwachheiten / Hindernüssen /Unsüchtigkeiten und Unvollkommenheiten, worinwir nun miteinander feufftzen und streiten.Und weil wir doch gar nicht wissen / wie an-genehm und wie herrlich ein jeder vor dem HErrnist oder seyn wird / nach dem Maaß seiner beson-dern Vollkommenheit und Reinigkeit: darum soist nichts bessers / als daß wir offt (alle Widrigkeitund Argwohn außschliessende) alle miteinanderumfassen in der Warheit und in Liebe / und ihrerin GOtt zu geniessen; als die wir in der Ewigkeitbeysammen seyn werden: und daß wir trachtensie zu bereinigen mit dem Hertzen JEsu / in demhöchsten [Grad/] sonderlich diejenige / welchenun
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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181
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