181Das XXXVIII Capitelnun weniger vollkommen und Gottesdienstlichunter uns zu seyn scheinen.„Indessen aber so lang wir hie leben / unte„unzählichen Stürmen und Ungewitter / so sal„eines jeglichen Hertzens=Stimme / zu seiner„Zeit / auff seine Weise / und von seinem Ortunauffhörlich in die Hoͤhe erschallen / vor dem„Angesichte des Throns [GOttes.]Auch sol der süsse Geruch eines unbefleckteWandels / und der reinen Begierden / altewiges Rauchwerck hinauff steigen / und wi-in seinen Ursprung zurück fliessen: „damit„wie die Himmele Honig=fliessende gewor-„sind / ꝺurch ꝺie wunderbahre Zukunft„Worts GOttes, nemlich des Braͤutigam„su / ins Fleisch 1 und durch die mannig„Eingiessung seines Geistes / und der geistlichen„Schonheit in die Seelen ꝺer Außerwaͤhlten-eben also sollen auch die Begierden aller und sepeli-von allen Orten her hinauffsteigen / und von allenSeiten die Gnaden [die von oben herab kommen]beantworten / und sollen sich selbst und ihre Liebeeiner gegen den andern / in unendlicher Weiteaußbreiten.Das XXXIX Capitel.Daß man durch die Verläugnung der Eigenheit / und durch das suchen der Ehre GOttes.und des allgemeinen Bestes, die wahre undunverrückte Freyheit des Geistes erlange; womit das Gemüt biß zum Genuß der ewigenwar
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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