180Das XXXVIII Capitel4. Deßwegen so richtet er sein lesen / sin-gen / báten / betrachten / überlegen / wircken /ruhen / und alles andere dahin / daß die Lieb-innerlich im Hertzen / und äusserlich in Be-weiß der Wercke / ungekränckt bewahrenbleibe.Darum so streckt er sich auch ins unend-liche auß / und opffert GOtt mit mitreichem Gemüte / in einem einfältigen:blick auff / Auffopfferungen und Gelübdenwie auch alles Gute / das gethan ist / dasthan wird / und das noch gethan werden sol.Das XXXVIII Capitel.Von der lautersten und gantz erhabenen Verei-nigung mit Christo; wie wir dahin gelangenmüssen; und wie wir alle Menschen mit Er-barmung, mit Liebe / und mit Gebät zuGOtt ziehen sollen.Er küsse mich mit dem Kuß seines Mundes.Fürwar der HErr JEsus ist ein edeler un-gantz zarter Bräutigam / der sich nicht geniesseder Weise vereiniget / mit einer Seelen / die miretwas anders eingenommen / beschweret / oderbeladen ist / weilen Er gantz und gar keinemeinschafft hat mit den Zufällen der DingeDarum so trachte die Seele / auff eine so edeltund erhabene Weise / als es möglich ist / (nachben(b) Hohel. 1:1.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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