Vor=Rede des übersetzers.wircken / und GOtt zu sagen und zu klagenhaben / daß dem HErrn (so zu reden) wederZeit noch Raum übrig bleibt / ihnen wie-derum ein Wörtlein zuzusprechen / Psalm.35. v. 9.14. Noch ein anderer Griff des Tau-send=Künstlers / um gute Gemüter in demEinzig=nöthigen zu hindern und auffzu-halten / ist / wann er sie in eine übermässigeWircksamkeit / forschen und speculiren dervorwitzigen Vernunfft führet / da mandann offt geräth auf allerhand unnöthigtStreit=Fragen in der Theorie / auff äussereUmstände und Neben=Dinge / oder aberauf Subtilitäten der Vernunfft / auf dieseoder jene Meynungen; man wil offt / ohnGöttlichen Ruff und Erleuchtung / dietieffste Geheimnüsse mit seiner Vernunfftergründen und verstehen; und mag wolmancher wunder dencken von seinem Lichtund Fortgang / wann er was neues erfun-den oder angenommen / wodurch doch seineSeele nicht gebessert / und wornach ihman jenem Tage nicht wird gefraget wer-den: Und auf dergleichen Dinge legt sichmancher mit aller attention, und ver-ſchwen⸗
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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