“frommen Deutschen Nation, die sich erstrecht erhaben fühlt, wenn all ihr Würdiges istverspielt”? Ich kannte euch auch, guteDeutsche, und eure Fehlbarkeit im Begreifeneurer wahren Ehre und Würde, und dass ichdamals, im Oktober 1930, meine Natur über-windend, in die politische Arena stieg und imBerliner Beethovensaal, schon unter gröhlendenUnterbrechungen der Nazibuben, die Redehielt, an die einer oder der andere von euch sichwohl noch erinnert, und die ich “Appell an dieVernunft” nannte, obgleich sie ein Appell analles bessere Deutschtum war,—das dient heute,so vergeblich es sein musste, meinem Gewissenzu tieferer Beruhigung, als alles, was ich mitglücklicherem Gelingen als Künstler ausrichtenkonnte.
Ich suchte mit meinen schwachen Kräftenhintanzuhalten, was kommen musste und wasnun seit Jahren schon da ist: den Krieg,—an demeure lügenhaften Führer Juden und Englän-dern und Freimaurern und Gott weiss wem dieSchuld geben, während er doch für jedenSehenden gewiss war von dem Augenblick an,wo sie zur Macht kamen und die Maschine zu
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