Meine Damen und Herren,
es ist lange her, das) der, dem der schöne Auf-trag zuteil wurde, heute abend vor Ihnen dieFestansprache zu halten, zum letzten- — zumerstenmal einem öeschäftsfubiläum beiwohnte.Damals handelte es sich um eine Lübecker 6e-treidefirma, die ihr Hundertfahrfest beging, unddie I^äume, in denen die bei solchem Anlast obli-gaten gesellschaftlichen Feierlichkeiten sich abspiel-ten, waren die des eigenen Vaterhauses. Ich warein Knabe und passiver Zuschauer — ein ge-schmeichelter Zuschauer und ein Zuschauer mitschlechtem öewissen. Ich sah den Zeigen deröratulanten, der Deputationen, sah 5tadt undHafen in Flaggen, sah den bewunderten, mitfurchtsamer Zärtlichkeit geliebten Mann desTages, meinen Vater, weltgewandt ein Jahr-hundert bürgerlicher Tüchtigkeit repräsentieren,und mein Herz war beklommen. Denn mit vier-zehn, fünfzehn Jahren ist man fertiger und schick-salsbewustter, als die Erwachsenen annehmen;und wenn sie unangemessene Hoffnungen auf
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