so landsmännisch-heimatlich-festlichen Umstän-den noch niemals vor Ihnen gestanden sei, unddast ich nicht wie sonst überall beginnen, sondern5ie als meine Mitbürger anreden wollte.
Ich gestehe, mehr wustte ich lange nicht und— Lie werden lächeln — viel mehr weist ichauch heute und jetzt nicht, da ich vor Ihnen steheund sprechen soll. Mein sogenannter Vortrag,für den einen Titel zu finden schwer war, istschon enthalten in dieser intimen und herzlichenAnrede; er ist eigentlich nur daraus zu entwickeln;und wenn ich ihm endlich die Überschrift gegebenhabe: „Lübeck als geistige Lebensform", so istdas ein Uottitel, der im voraus keine Vorstellunggibt von der Vertraulichkeit der Unterhaltung,die ich in dieser Uachmittagsstunde mit Ihnen,meinen Landsleuten, zu pflegen im Begriffe bin.Von Lübeck sollte natürlich die Mde sein, aber5ie haben von mir gewist keine gelehrte Aus-einandersetzung historischer Art erwartet, wieIhnen dergleichen in diesen Iubiläumskagenwahrscheinlich gedruckt und mündlich vielfach ge-boten wurde, persönlicherer Austerungen haben5ie sich von mir versehen, besonders, da manIhnen, glaube ich, angekündigt hat, ich würde„Iugenderinnerungen" an Lübeck zum bestengeben. Aber das ist nicht das richtige Mort. Ich
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