zwei Welten zu Hause" zu sein, der bürgerlichen und dergeistigen, und dessen Produktivität von jeher auf derinnerpersönlichen Spannung solcher öebundcnheit undDreiheit beruhte.
Ich habe Freude an diesem kleinen Buch, eine persön-lich autobiographische Freude, wie an irgendeiner Frucht,die vom Baume meines Lebens fiel. Was diese Leitenfesthalten, ist der Niederschlag schöner, erhöhter und re-präsentativer Lebensstunöen, Stunden der Erfüllung und— fassen wir doch Mut zu dem Wort — Stunden desölückes, wie sie sich dann und wann aus der geduldigenAlltäglichkeit eines Kllnstlerdaseins hervorheben. Festlicherleuchtete und gefüllte Lheatersäle waren ihre Schau-plätze, Musik umspann sie, die Atmosphäre sinnlicher 6e-meinschaft hüllte sie ein. Im alten Lübeck mochte dasParkett der Honoratioren noch einen und den anderen derredlichen Männer, emeritiert und schlohweiß, beherbergen,die einst vergebens versucht hatten, den von einem hohenSenat soeben zum „Professor" beförderten Tunichtgutauf den Pfad des Regelrechten zu lenken; und auf demvenezianischen Marktplatz übermittelte — ich habe daserheiternde Bild gesehen — ein Lautsprecher dem unzu-gelassenen Volk seine Worte. In Leipzig, wie sich ver-steht, war der Horizont weiter, bedeutender. Das ge-bildete Deutschland machte den Ehrentag einer verdientenBuchhandlung zu dem seinen, und der ihn am Pultzelebrierte, wusite wohl, sich der Aufmerksamkeit und Zu-stimmung zu freuen, die ein dies Deutschland verkörpern-des Auditorium, bi- .^ohere vcselljchaft oer DüchKadt,versetzt mit auswärtigen Künstlern, Schriftstellern, Ver-legern, Reichs- und Landesvertretern, ihm schenkte. Esgenügt heute leider, gewissen Forderungen der Zeit auseinfacher Lebenspflicht mit seinem Worte zu dienen, es
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