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Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung
Entstehung
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I

Heiligen zu erzeugen, sind das frappante Ergebnisse. Ersieht, über annähernd ein Jahrhundert hinweg, ungefährwas wir Heutigen sehen. Denn die Welt/ ein neu sich bil-dendes Weltbild, ist eine Einheit, und wohin, nach welcherSeite immer eine so ungeheuere Reizbarkeit sich wendet,und vortastet, erfühlt sie das Neue, das Kommende undzeigt es an. Nietzsche -nimmt, rein intuitiv, Ergebnisse dermodernen Physik vorweg durch seine Bekämpfung dermechanistischen Weltinterpretation, seine Leugnung einerkausal determinierten Welt, des klassischenNaturge-setzes", der Wiederkehr identischer Fälle.Es gibt keinzweites Mal." Es gibt auch keine Berechenbarkeit, nach derauf eine bestimmte Ursache eine bestimmte Wirkung folgenmüßte. Die Auslegung eines Geschehens nach Ursache undWirkung ist falsch. Es handelt sich um einen Kampf zweieran Macht ungleichen Elemente, ein Neu-Arrangement vonKräften, wobei der neue Zustand etwas Grundverschie-denes vom alten, keineswegs dessen Wirkung ist. Dynamikalso statt Logik und Mechanik. Nietzschesnaturwissen-schaftliche Ahnungen", um Helmholtz' Wort über Goetheaufzunehmen, sind geistig tendenziös, sie wollen etwas, sieordnen sich seinem Macht-Philosophen^, seinem Anti-Ratio-nalismus ein und dienen seiner Erhebung des Lebens überdas Gesetz, weil das Gesetz als solches schon etwasMoralisches" hat. Aber wie es um diese Tendenz nunstehe vor der Naturwissenschaft, der dasGesetz" sichunterdessen zur bloßen Wahrscheinlichkeit abgeschwächthat und die am Kausalbegriff weitgehend irre geworden ist,hat er recht behalten.

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