Um 1875, vor mehr als siebzig Jahren, prophezeit er, nichtgerade mit Enthusiasmus, sondern einfadi als Konsequenzder siegenden Demokratie, einen europäischen Völker-bund, „in welchem jedes einzelne Volk, nach geographischenZweckmäßigkeiten abgegrenzt, die Stellung eines Kantonsund dessen Sonderrecht innehat". Die Perspektive istdamals noch rein europäisch. Im Lauf des folgenden Jahr-zehnts weitet sie sich ins Globale und Universelle. Er sprichtvon der unvermeidlich bevorstehenden Wirtschafts-Ge-samtverwaltung der Erde. Er ruft nach möglichst vieleninternationalen Mächten — „um die Welt-Perspektive ein-zuüben". Sein Glaube an Europa schwankt. „Die Europäerbilden sich im Grunde ein, jetzt den höheren Menschen aufder Erde darzustellen. Die asiatischen Menschen sind hun-dertmal großartiger als die europäischen." Andererseits hälter für möglich, daß in der Welt der Zukunft der geistigeEinfluß in den Händen des typischen Europäers seinkönnte, einer Synthese der europäischen Vergangenheit imhöchsten geistigen Typ. „Die Herrschaft der Erde — angel-sächsisch. Das deutsche Element ein gutes Ferment, es ver-steht nicht zu herrschen." Dann wieder sieht er das Inein-anderwachsen der deutschen und slavischen Rasse undDeutschland als eine vor-slavische Station, einem panslavi-sdien Europa den Weg bereitend. Das HeraufkommenRußlands als Weltmacht ist ihm vollkommen klar: „DieGewalt geteilt zwischen Slaven und Angelsachsen undEuropa als Griechenland unter der Herrschaft Roms."
Für einen Ausflug ins Weltpolitische, unternommen voneinem Geist, dem es im Grunde nur um die Aufgabe derKultur zu tun ist, den Philosophen, den Künstler und den
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