Händler-, dem Krämergeist, den er für pazifistisch hält, aufSchritt und Tritt seine Verachtung erweisen und ihm denheldischen, den Geist des Soldatentums rühmend entgegen-stellen können? Das Bündnis von Industrialismus und Mili-tarismus, ihre politische Einheit, in welcher der Imperialis-mus besteht, und daß es der Geist des Verdienens ist, derdie Kriege macht, das hat sein „aristokratischer Radikalis-mus" überhaupt nicht gesehen.
Man sollte sich doch nicht täuschen lassen: Der Fascismusals Masserifang, als letzte Pöbelei und elendestes Kultur-Banausentum, das je Geschichte gemacht hat, ist dem Geistedessen, für den alles sich um die Frage: „Was ist vor-nehm?" drehte, im Tiefsten fremd; er liegt ganz außerhalbseiner Einbildungskraft, und daß das deutsche Bürgertumden Nazi-Einbruch mit Nietzsches Träumen von kultur-emeuemder Barbarei verwechselte, war das plumpstö allerMißverständnisse. Ich rede nicht von seinem verachtungs-vollen Hinwegsehen über allen Nationalismus, seinem Haßauf das „Reich" und die verdummende deutsche Macht-politik, seinem Eüropäertum, seinem Hohn auf den Anti-semitismus und den gesamten Rasseschwindel. Aber ich.wiederhole, daß der sozialistische Einschlag in seiner Visionnachbürgerfichen Lebens ebenso stark ist wie derjenige, denman den fascistischen nennen kann. Was ist es denn, wennZarathustra ruft: „Ich beschwöre euch, meine Brüder,bleibt der Erde treu! Nicht mehr den Kopf in den Sand derhimmlischen Dinge stecken, sondern frei ihn tragen, einenErdenkopf, der der Erde Sinn schafft!. ... Führt gleich mirdie verflogene Tugend zur Erde zurück — ja, zurück zuLiebe und Leben: daß sie der Erde einen Sinn gebe, einen