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Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung
Entstehung
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s als daß Hohn oder Abscheu vor solchem Ecce-Homo-Bilde

sich hervorragen dürfte. Aber etwas in die Enge getriebensieht unsere Verehrung sich freilich, wenn der von Nietzsche* hundertmal verhöhnte und als giftiger Hasser höheren

Lebens angeprangerteSozialismus der unterworfenenKaste" uns nachweist, daß sein Übermensch nichts anderesist als die Idealisierung des fascistischen Führers, und daßer selbst mit seinem ganzen Philosophieren ein Schritt-^ macher, Mitschöpfer und Ideensouffleur des europäi-

schen, des Welt-Fascismus gewesen ist. Unter der Handbin ich geneigt, hier Ursache und Wirkung umzukehrenund nicht zu glauben, daß Nietzsche den. Fascismus ge-macht hat, sondern der Fascismus ihn, will sagen: poli-tikfern im Grunde und unschuldig-geistig, hat er als sen-sibelstes Ausdrucks- und Registrierinstrument mit seinemMacht-Philosophem den heraufsteigenden Imperialismusvorempfunden und die fascistische Epoche des Abendlan-des, in der wir leben und trotz dem militärischen Sieg überden Fascismus noch lange leben werden, als zitterndeNadel angekündigt.

^ Als Denker, der mit seinem ganzen Wesen von Anbeginn

aus dem Bürgerlichen heraustrat, hat er die fascistischeKomponente der nachbürgerlichen Zeit scheinbar bejaht'f» und die sozialistische verneint, weil diese die moralische

war, und weil er Moral überhaupt mit bürgerlicher Moralverwechselte. Aber dem Einfluß des sozialistischen Ele-ments im Kommenden hat seine Empfindlichkeit sich gar-nicht entziehen können, und das ist es, was die Sozialistenverkennen, die ihn als Fascisten pur sang verrufen. Es istso einfach nicht, soviel für diese Vereinfachung vorge-

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