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sich aber vor Augen stellt — und es stellt sich einem vor * ^
Augen! —, welches Verderben in jedem Sinne des Wortes !
selbst der für die Menschheit geführte Krieg zeitigt, welcheEntsittlichung, welche Entfesselung gierig egoistischer und - •%
antisozialer Triebe; wenn man, belehrt durch das schon Er- -
lebte, sich ein ungefähres Bild davon macht, wie die Erdeerst nach dem nächsten, dem dritten Weltkrieg aussehenwird — aussehen würde —, so erscheinen einem NietzschesRodomontaden von der kultureihaltenden und selektiven ^
Funktion des Krieges als die Phantasien eines Unerfah-renen, des Sohnes einer fangen Friedens- upd Sekuritäts-epoche mit „mündelsicheren Anlagen", welche sich an sichselbst zu langweilen beginnt.
Da er übrigens mit erstaunlichem prophetischem Vorge-fühl eine Folge ungeheuerer Kriege und Explosionen, ja dasklassische Zeitalter des Krieges .voraussagt, „worauf Späteremit Neid und Ehrfurcht blicken werden", so scheint es jaum die. humanitäre Entartung und Verschneidung derMenschheit noch nicht so gefährlich bestellt zu sein, undman sieht den Grund nicht ein, weshalb sie zu dem selek-tiven Gemetzel noch philosophisch angespornt werdenmuß. Will diese Philosophie die moralischen Skrupel besei-tigen, die den kommenden Greueln etwa im Wege sind? '
Will sie die Menschheit für das prachtvoll Bevorstehende T*
in Form bringen? Aber sie tutesauf eine voluptuöse Weise,
die — nicht etwa, wie beabsichtigt, unseren moralischen
Protest hervorruft, sondern uns weh und bange macht um
den edlen Geist, der hier wollüstig gegen sich selber wütet.
über bloße Erziehung zur Männlichkeit geht es peinlich
hinaus, wenn mittelalterliche Formen der Folter auf gezählt,
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