Haß, panischer Schrecken und wilde Verfolgungssucht be-herrschen eine Menschheit, welcher der kosmische Raum ge-rade recht ist, strategische Basen darin anzulegen, und diedie Sonnenkraft äfft, um Vernichtungswaffen frevlerischdaraus herzustellen.
Find’ ich so den Menschen wieder,
Dem wir unser Bild geliehn,
Dessen schöngestalte GliederDroben im Olympus blühn?
Gaben wir ihm zum BesitzeNicht der Erde Götterschoß,
Und auf seinem KönigsitzeSchweift er elend, heimatlos?
Das ist die Klage der Ceres im »Eleusischen Fest«; es istSchillers Stimme. Ohne Gehör für seinen Aufruf zum stil-len Bau besserer Begriffe, reinerer Grundsätze, edlerer Sit-ten, »von dem zuletzt alle Verbesserung des gesellschaft-lichen Zustandes abhängt«, taumelt eine von Verdummungtrunkene, verwahrlosteMenschheit unterm Ausschreien tech-nischer und sportlicher Sensationsrekorde ihrem schon garnicht mehr ungewollten Untergange entgegen.
Als man, November 1859, seinen hundertsten Geburts-tag beging, hob ein Sturm der Begeisterung einigend Deutsch-land auf. Damals bot sich, so heißt es, der Welt ein Schau-spiel, das die Geschichte noch nicht kannte: das immer zer-rissene deutsche Volk in geschlossener Einheit durch ihn,seinen Dichter. Es war ein nationales Fest, und das sei dasunsrige auch. Entgegen politischer Unnatur fühle das zwei-geteilte Deutschland sich eins in seinem Namen. Aber einanderes, größeres Vorzeichen noch muß die Zeit unserer Ge-denkfeier verleihen: sie stehe im Zeichen universeller Teil-
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