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Vertrauens tiefe Genugtuung bereitet. Es war mir ein Zeichen, meine Damen und Herren, daßvon meiner Arbeit, so wenig ihr von direkter Lehre und anmaßender Prophetie eignet, ver-bindende und heiter humanisierende Wirkungen ausgehen können auf die gequälte Menschheitvon heute. Und da ich von humanisierender Wirkung, von Humanität spreche, so drängt sichmir auch hier und heute ein Gedanke oder ein Gefühl auf, dem ich in mehr oder wenigerklaren Worten schon öfters Ausdruck zu geben versucht habe.
Es ist ja so schwer zu sagen, wie die Menschheit aus der tiefgreifenden und verwirrenden Krise,in der sie sich befindet, einen Ausweg ins Freie, einen Weg zu neuer Gesundung und zu einerneuen, festen moralischen Grundlage ihrer Existenz finden soll. Meine Meinung und meineHoffnung ist, daß gerade aus den Leiden und Nöten dieser Übergangszeit ein neues mensch-liches Solidaritätsgefühl, ein neuer Humanismus hervorgehen könnte und sollte, ein neues,tiefes, ja religiös getöntes Gefühl für das Hoch-Schwierige, Einmalige und Außerordentlicheder Stellung des Menschen im All, seiner Stellung zwischen den Welten des Natürlichen undGeistigen, mit einem Wort: für das Geheimnis seiner Existenz, das zugleich ein Verhängnisund hohe Auszeichnung ist. Ich wiederhole: die stille, seelische und ganz unprogrammatischeHerausbildung eines solchen neuen humanistischen Solidaritäts- und Schicksalsgefühls könnteder Menschheit hilfreich sein bei der schweren und so viel Verwirrung erzeugenden Aufgabe,sich auf eine neue Stufe ihrer sozialen Reife zu erheben. Denn daß es sich um diese Aufgabe,diese revolutionäre Anstrengung handelt, daß die Menschheit im Begriffe ist, eine solche neueStufe zu beschreiten, darüber kann ja wohl kein Zweifel bestehen.
Die Bemühung und Anstrengung, von der ich spreche, ist überall heute in der Welt vorhanden,in Ost und West, in sehr verschiedenen Formen und Erscheinungen. Aber über all diesen Unter-schieden, lassen Sie mich das aussprechen, muß die Erkenntnis stehen, daß gewisse schwer