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Friedrich und die große Koalition : von Thomas Mann
Entstehung
Seite
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davon zu reden verstünden. Von seinemGlück" mögenwir nicht sprechen, da es immer töricht ist, das Glück alsein Unverdienst von den Verdiensten abzusondern; esgehört dazu. Doch wenn man denn will, so hatte er auchGlück". Er war im Begriffe, zugrunde zu gehen, alsElisabeth von Rußland ihren Liebhabereien erlag undein armer Tropf namens Peter zum Thron gelangte,der Friedrich blöde verehrte und nachäffte und sofort mitihm Frieden schloß. Aber der König mußte noch ein paarSchlachten gewinnen, bevor man endgültig einsah, daßnichts mit ihm anzufangen war, und erschöpft von ihmabließ. Er kehrte nach Hause zurück.

Er hatte nichts Greifbares gewonnen, und seine Länderwaren verheert, verwildert, verarmt, entvölkert. AberPreußen stand, nicht ein Dorf hatte es verloren, Schle-sien war bewahrt und Zweck und Ziel der großen Koa-lition vollkommen verfehlt. Das war eine schwere De-mütigung des Erdteils durch den einen Mann. DerSpruch des Fatums hatte gegen alle Wahrscheinlichkeitfür ihn entschieden, das Urteil anzufechten war untun-lich auf lange Zeit, man mußte Preußen, mußte Deutsch-land den Weg freigeben, welcher sich auch hinfort alsein Weg erwies, so steil und schicksalsvoll, an mächtigerzieherischen Wendungen so reich, wie keiner, den einVolk je gegangen.

Was Friedrich betraf, so war sein Lebensabend, dersich noch lange hinzog, kalt, trübe und abstoßend. SeinCharakter war nach den furchtbaren sieben Jahren noch