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natürlich unter allen Umständen Vorbehalten. DieserKönig war allzu geheimnisvoll und hinterhältig, — ver-schlossen auch gegen Vertraute, oder richtiger gesagt: erhatte keine Vertrauten. Nie sich mitteilen, nie sich er-raten lassen — war sein erster königlicher Grundsatz.Eines Tages hatte er es selbst geradezu ausgesprochen:„Wenn ich glauben könnte, daß mein Hemd, meine Hautetwas von dem wisse, was ich tun will, so würde ich siezerreißen." Eine wilde Redewendung — und kennzeich-nend für seinen verstockten und radikalen Willen zur Ein-samkeit. Was war mit einem solchen König diplomatischanzufangen? Die Herren von auswärts erklärten ihnfür unerforschlich. An seine Neutralität, seine Enthalt-samkeit, seine guten Absichten glaubte niemand, und erwußte das. Er sagte: „Man hält mich in Wien für einenunversöhnlichen Feind des Hauses Österreich, in Londonfür unruhiger, ehrgeiziger und reicher, als ich bin. Be-stuschew (der russische Staatskanzler) glaubt, daß ich aufUnheil sinne, in Versailles glaubt man, daß ich übermeinen Interessen einschlafe. Sie täuschen sich alle. Aberwas dabei Sorge macht, ist, daß diese Jrrtümer übleFolgen veranlassen können. Diesen Folgen gilt es zu-vorzukommen" (zuvorzukommen?) „und Europa vonseiner Voreingenommenheit zu heilen." Voreingenom-menheit? Nein, das war eine Nacheingenommenheit!Eine Eingenommenheit nach den beiden schlesischenKriegen! Übrigens meinte er es vielleicht redlich —und täuschte sich nur über seine eigene Gefährlichkeit?