Wie er aus dem nationalen Maß ins europäischewächst, dieselben Fiktionen, hysterischen Lügen undlähmenden Seelengriffe, die ihm zur internen Größeverhalfen, im weiteren Rahmen zu üben lernt; wieer im Ausbeuten der Mattigkeiten und kritischenÄngste des Erdteils, im Erpressen seiner Kriegsfurchtsich als Meister erweist, über die Köpfe der Regie-rungen hinweg die Völker zu agacieren und großeTeile davon zu gewinnen, zu sich hinüberzuziehenweiß; wie das Glück sich ihm fügt, Mauern lautlosvor ihm niedersinken und der trübselige Nichtsnutzvon einst, weil er - aus Vaterlandshebe, soviel erweiß - die Politik erlernte, nun im Begriffe scheint,sich Europa, Gott weiß es, vielleicht die Welt zuunterwerfen: das alles ist durchaus einmalig, demMaßstabe nach neu und eindrucksvoll; man kannunmöglich umhin, der Erscheinung eine gewisse an-gewiderte Bewunderung entgegenzubringen.
Märchenzüge sind darin kenntlich, wenn auch ver-hunzt, (das Motiv der Verhunzung und der Herun-tergekommenheit spielt eine große Rolle im gegen-wärtigen europäischen Leben): Das Thema vomTräumerhans, der die Prinzessin und das ganze Reichgewinnt, vom „Häßlichen jungen Entlein”, das sichals Schwan entpuppt, vom Dornröschen, um dessenSchlaf die Brünhilden-Lohe zu Rosenhecken gewor-den ist, und das unter dem weckenden Kusse desSiegfriedhelden lächelt. „Deutschland erwache!” Esist abscheulich, aber es stimmt. Dazu der „Jude imDom” - und was nicht noch alles an Volksgemüt,
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