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Der Bruder : Tagebuchblätter
Entstehung
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gründliche Ressentiment, die tief schwärende Rach-sucht des Untauglichen, Unmöglichen, zehnfach Ge-scheiterten, des extrem faulen, zu keiner Arbeit fähi-gen Dauer-Asylisten und abgewiesenen Viertels-künstlers, des ganz und gar Schlechtweggekomme-nen sich mit den (viel weniger berechtigten) Min-derwertigkeitsgefühlen eines geschlagenen Volkesverbindet, welches mit seiner Niederlage das Rechtenicht anzufangen weiß und nur auf die Wiederher-stellung seinerEhre sinnt; wie er, der nichts gelernthat, aus vagem und störrischem Hochmut nie etwashat lernen wollen, der auch rein technisch und phy-sisch nichts kann, was Männer können, kein Pferdreiten, kein Automobil oder Flugzeug lenken, nichteinmal ein Kind zeugen, das Eine ausbildet, wasnottut, um jene Verbindung herzustellen: eine un-säglich inferiore, aber massenwirksame Beredsam-keit, dies platt hysterisch und komödiantisch ge-artete Werkzeug, womit er in der Wunde des Vol-kes wühlt, es durch die Verkündigung seiner belei-digten Größe rührt, es mit Verheißungen betäubtund aus dem nationalen Gemütsleiden das Vehikelseiner Größe, seines Aufstiegs zu traumhaften Hö-hen, zu unumschränkter Macht, zu ungeheueren Ge-nugtuungen und Über-Genugtuungen macht, - zusolcher Glorie und schrecklichen Heiligkeit, daßjeder, der sich früher einmal an dem Geringen, demUnscheinbaren, dem Unerkannten versündigt, einKind des Todes und zwar eines möglichst scheußli-chen, erniedrigenden Todes, ein Kind der Hölle ist...

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