dies oder das: Bei meiner Gesinnung, sagte er, sei ich zubeglückwünschen, dass ich gleich ins Feld rücken könnte, undzwar zu Pferde. Man sollte, sagte er, ins Feld nur zu Pferderücken oder sonst lieber garnicht. Und er klopfte dem ima-ginären Gaul den Hals. Wir lachten, und unser Abschied,als ich zur Bahn musste, war leicht und heiter. Gut, dasser nicht sentimental war; es hätte sich als wenig angebrachterwiesen. Adrians Blick aber nahm ich mit in den Krieg, -vielleicht war er es, und nur scheinbar der Läuse-Typhus,der mich so bald wieder nach Hause, an seine Seite brachte.
XXXI
"Ihr geht statt meiner" hatte Adrian gesagt. Und wirkamen nicht hin! Soll ich gestehen, dass ich, ganz in derStille und ausserhalb des historischen Gesichtswinkels, einetiefe, intim-persönliche Scham darüber empfand? Durch Wochenhatten wir kurz angebundene, das Triumphale in kalte Selbst-verständlichkeit kleidende, affektiert lapidare Siegesnachrich-ten nach Hause gesandt. Lüttich war längst gefallen, wir hat-ten die Schlacht in Lothringen gewonnen, waren dem lang geheg-ten Meister-Plan gemäss mit fünf Armeen über die Maas ge-schwenkt, hatten Brüssel, Namur genommen, die Siege vonCharleroi und Longwy erfochten, eine zweite Schlachtenseriebei Sedan, Rethel, Saint Quentin gewonnen und Reims besetzt.Der Vormarsch, der uns dahinriss, war beflügelt und, wie wires uns erträumt hatten, von der Gunst des Kriegsgottes, demJa des Schicksals wie auf Fittichen getragen. Den Aspektder Mordbrennerei mit Festigkeit zu ertragen, der von ihmunzertrennlich war, lag unserer Männlichkeit ob, es war dieHauptanforderung an unseren Heldenmut. Mit bemerkenswerter