seinen Stellenwert hat in der Reihe oder einer ihrer Ablei-tungen. Das würde gewährleisten, was ich die Indifferenzvon Harmonik und Melodik nenne.
- Ein magisches Quadrat, sagte ich. - Aber hast du Hoffnung,dass man das alles auch hören wird?
- Hören? erwiderte er. Erinnerst du dich an einen gewis-sen gemeinnützigen Vortrag, der uns einmal gehalten wurde,und aus dem hervorging, dass man in der Musik durchaus nichtalles hören muss? Wenn du unter "Hören" die genaue Realisie-rung der Mittel im Einzelnen verstehst, durch die die höchsteund strengste Ordnung, eine sternensystemhafte, eine kosmi-sche Ordnung und Gesetzlichkeit zustande kommt, nein, so wirdman’s nicht hören. Aber diese Ordnung wird oder würde manhören, und ihre Wahrnehmung würde eine ungekannte, ästheti-sche Genugtuung gewähren.
- Sehr merkwürdig sagte ich, - wie du die Sache beschreibst,läuft sie auf eine Art von Komponieren vor dem Komponierenhinaus. Die ganze Material-Disposition und -Organisationmüsste ja fertig sein, wenn die eigentliche Arbeit beginnensoll, und es fragt sich nur, welches die eigentliche ist*
Denn diese Zubereitung des Materials geschähe ja durch Varia-tion, und die Produktivität der Variation, die man das eigent-liche Komponieren nennen könnte, wäre ins Material zurückver-legt - samt der Freiheit des Komponisten. Wenn er ans Werkginge, wäre er nicht mehr frei.
- Gebunden durch selbstbereiteten Ordnungszwang, also frei,
- Nun ja, die Dialektik der Freiheit ist unergründlich.
Aber als Gestalter der Harmonik wäre er kaum frei zu nennen.Bliebe die Akkordbildung nicht dem Geratewohl dem blindenVerhängnis überlassen?
- Sage lieber: der Konstellation, Die polyphone Würdejedes akkordbildenden Tons wäre durch die Konstellation ge-währleistet. Die geschichtlichen Ergebnisse, die Emanzipation
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