arge Verdürftigung und Stagnation der Musik erzeugen.
- Wahrscheinlich, antwortete er mit einem Lächeln, dasanzeigte, dass er auf das Bedenken vorbereitet gewesen war.
Es war das Lächeln, das die Ähnlichkeit mit seiner Mutterstark hervortreten liess, aber in einer mir vertrauten müh-samen Art hervorgebracht, wie es ihm eben unter Migränedruckgelingen wollte.
- Es geht auch so einfach nicht. Man müsste alle Techni-ken der Variation, auch die als künstlich verschrieenen insSystem aufnehmen, also das Mittel, das einmal der Durchführungzur Herrschaft über die Sonate verhalf. Ich frage mich, wozuich so lange unter Kretzschmar die alten kontaspunktisehenPraktiken geübt und soviel Notenpapier mit Umkehrungsfugen,Krebsen und Umkehrungen des Krebses vollgeschrieben habe.
Nun also, alldas wäre zur sinnreichen Modifizierung des Zwölf-tönewortes nutzbar zu machen. Ausser als Grundreihe könntees so Verwendung finden, dass jedes seiner Intervalle durchdas in der Gegenrichtung ersetzt wird. Ferner könnte man dieGestalt mit dem letzten Ton beginnen und mit dem ersten schlie-ssen lassen, dann auch diese Form wieder in sich umkehren.
Da hast du vier Modi, die sich ihrerseits auf alle zwölf ver-schiedenen Ausgangstöne der chromatischen Skala transponie-ren lassen, sodass die Reihe also in achtundvierzig verschie-denen Formen für eine Komposition zur Verfügung steht. Istdir das nicht genug, so schlage ich vor, aus den Reihen durchsymmetrische Auswahl bestimmter Töne Ableitungen zu bilden,die neue, selbständige, aber doch auf die Grundreihe bezo-gene Reihen ergeben. Ich schlage vor, dass man zur Verdich-tung der Tonbeziehungen die Reihen in Teilgestalten unter-teilt, die ihrerseits untereinander verwandt sind. EineKomposition kann auch zwei oder mehrere Reihen als Ausgangs-material benutzen, nach der Art der Doppel- und Tripelfuge.
Das Entscheidende ist, dass jeder Ton darin, ohne jede Ausnahme,
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