seiner Geburt gelacht habe, was nur mit Hilfe des Teufelshabe geschehen können. Das war bei mir zu einer jeweils auf-tauchenden Zwangserinnerung geworden, aber es war wohl nur ei-ne Zutat zu anderen Hemmungen, z.B. dass der Blick, den ichinnerlich auf ihn richtete, zu ernst und von ängstlicher Span-nung nicht frei genug war, als dass ich ihm in der Ausgelas-senheit recht hätte folgen können. Auch machte wohl einfacheine gewisse Trockenheit und Steifigkeit meiner Natur michungeschickt dazu.
Später fand er in dem Anglicisten und Schriftsteller Rüdi-ger Schildknapp, dessen Bekanntschaft er in Leipzig machte,einen weit besseren Partner für diese Laune, weshalb ich aufden Mann auch immer ein wenig eifersüchtig gewesen bin.
XI
Zu Halle an der Saale finden sich theologische und philo-logisch-pädagogische Überlieferungen vielfach verschränkt,vor allem in der historischen Figur August Hermann Francke‘s,des Schutzheiligen der Stadt, sozusagen, - jenes pietistischenErziehers, der dort Ende des 17. Jahrhunderts, also kurz nachGründung der Universität, die berühmten "Franck’sehen Stiftun-gen", nämlich Schulen und Waisenhäuser schuf und in seinerPerson und Wirksamkeit das gottselige Interesse mit dem huma-nistisch-sprachwissenschaftlichen verband. Stellt nicht auchdie Castein’sche Bibelanstalt, diese erste Autorität für dieRevision von Luthers Sprachwerk, die Verbindung von Religionund Textkritik her? Ausserdem wirkte in Halle zu jener Zeitein hervorra 'gender Latinist, Heinrich Osiander, zu dessenFüssen zu sitzen mich sehr verlangte, und zum Überfluss schloss,wie ich von Adrian hörte, das kirchengeschichtliche Kolleg
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