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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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seinen Augen zu einem schattigen Blau-Grau-Grün vermischt, daskleine metallische Einsprengsel, dazu einen rostfarbenen Ringum die Pupillen zeigtej und immer war es mir eine seelischeGewissheit, dass es der Gegensatz zwischen den elterlichenAugen und die Mischung war, die ihre Farbe in den seinen ein-gegangen, was sein Schönheitsurteil in dieser Beziehung schwan-kend machte und ihn sein Leben lang nicht zur Entscheidungdarüber kommen liess, welchen Augen, den schwarzen, oder blau-en, er bei anderen den Vorzug gäbe. Immer aber war es das Ex-trem, der Teerglanz zwischen den Wimpern oder das Lichtblau,was ihn bestach.

Der Einfluss Frau Elsbeths auf das Hofgesinde von Buchei,das in wirtschaftlich ruhigen Jahreszeiten nicht eben zahl-reich war und nur zur Erntezeit aus der umwohnenden Landbe-völkerung vermehrt wurde, war der allerbeste und, wenn ichrecht gesehen habe, ihre Autorität bei diesen Leuten sogargrösser als die ihres Gatten. Das Bild einiger von ihnenschwebt mir noch vor: die Figur des Pferdeknechtes Thomas zumBeispiel, desselben, der uns vom Bahnhof Weissenfels abzuho-len und wieder dorthin zu bringen pflegte, eines einäugigen,ausnehmend knochigen und langen, dabei aber, hoch oben, miteinem Höcker behafteten Menschen, auf dem er den kleinen Adri-an öfters herumreiten liess: es sei, hat mir der Meister spä-ter noch oft versichert, ein sehr praktischer und bequemerSitz gewesen. Ferner gedenke ich einer Stallmagd namens Hanne,einer Person mit Schlotterbusen und nackten, ewig mistigenFüssen, mit der der Knabe Adrian aus noch näher zu bezeich-nendem Grunde ebenfalls eine nähere Freundschaft unterhielt,und der Verwalterin des Molkereiwesens, Frau luder, einerhaubentragenden Witwe, deren ungewöhnlich würdevoller Gesichts-ausdruck zu einem Teil wohl der Verwahrung gegen ihren Hamengalt, daneben aber auf die Tatsache zurückzuführen war, dasssie sich auf die Herstellung anerkannt vorzüglicher Kümmel-

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