käse verstand. Sie war es, wenn nicht die Hausfrau selbst,die uns im Kuhstall bewirtete, diesem c gtitevollen Aufenthalt,wo unter den Strichen der auf dem Melkschemel kauernden Magd,die laue und schäumende, nach dem nutzbaren Tiere duftendeMilch für uns in die Gläser rann.
Ich würde mich in Einzelerinnerungen an diese ländlicheKinderwelt nebst der umliegenden einfachen Szenerie von Feldund Wald, Teich und Hügel gewiss nicht verlieren, wenn es nichteben die Früh-Umwelt Adrians bis zu seinem zehnten Jahre, seinElternhaus, seine Ursprungslandschaft gewesen wäre, die michso häufig mit ihm zusammen einschloss. Es war die Zeit, inder unser "du” wurzelte, und in der auch er mich mit Vornamengenannt haben muss, - ich höre es nicht mehr, aber es ist un-denkbar, dass der Sechs- und Achtjährige nicht ebensogut"Serenus", oder einfach "Seren" zu mir gesagt haben sollte,wie ich zu ihm "Adri". Der Zeitpunkt lässt sich nicht fest-stellen, aber er muss schon in unsere frühe Schülerzeit gefal-len sein, wo er aufhörte, mir dies zu gewähren und mich, wennüberhaupt, so nur noch mit Nachnamen anredete, während es mirvollkommen harsch und unmöglich erschienen wäre, ihm mit Glei-chem zu erwidern. So war es - und es fehlte nur, dass es soaussähe, als wollte ich mich beklagen. Nur eben erwähnenswertschien es mir, dass ich ihn "Adrian", er dagegen mich, wenn ernicht überhaupt einer Np mensVerwendung auswich, "Zeitblom"nannte. - Lassen wir denn das kuriose Fakt, an das ich michdurchaus gewöhnt hatte, und kehren wir nach Buchei zurück!
Sein Freund, und auch meiner, war der Hofhund Suso - erführte sonderbarerweise diesen Namen -, eine etwas schäbigeBracke, die, wenn man ihr die Mahlzeit brachte, breit über dasganze Gesicht zu lachen pflegte, aber für Fremde keineswegsungefährlich war und das eigentümliche Leben des tagsüber anseine Hütte zu seinen Schüsseln gebannten Kettenhundes führte,der nur in stiller Nacht frei auf dem Hofe umherschweift.
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