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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
Seite
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vollkommen ruhig dem Rauch seiner Zigarette nach-blickte.

Dann kam Herr Knaak noch sehe ich ihn inseinem Morgenanzug aus bläulich gestreiftem Flanell,beschwingten Schrittes aus der Richtung des Kur-hauses daherkommen und, den Strohhut lüftend,außerhalb unseres Kreises stehen bleiben. Daß ergern kam, glaube ich nicht, bin vielmehr überzeugt,daß er in einen sauren Apfel biß, indem er einerPrügelei seine Gegenwart schenkte; aber seine Stel-lung, sein schwieriges Verhältnis zu der streitbarenund ausgesprochen männlich gesinnten Jugend nötigteihn wohl dazu. Braun, schön und fett (fett namentlichin der Hüftengegend), erteilte er zur WinterszeitTanz- und Anstandsunterricht sowohl in einem ge-schlossenen Familienzirkel, wie auch öffentlich imKasino, und versah im Sommer den Posten einesFestarrangeurs und Badekommissärs im Kurhausezu Travemünde. Mit seinen eitlen Augen, seinemwogenden, wiegenden Gang, bei dem er die sehr aus-wärts gerichteten Fußspitzen sorgfältig zuerst auf denBoden setzte und den übrigen Teil des Fußes nach-fallen ließ, seiner selbstgefälligen und studierten Sprech-weise, der bühnenmäßigen Sicherheit seines Auf-tretens, der unerhörten, demonstrativen Gewähltheit