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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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seiner Manieren, war er das Entzücken des weiblichenGeschlechts, während die Männerwelt, und nament-lich die kritische halbwüchsige, ihn bezweifelte. Ichhabe oft über die Stellung Franxois Knaaks im Lebennachgedacht und sie immer sonderbar und phantastischgefunden. Kleiner Leute Kind, wie er war, schwebteer mit seiner Pflege der höchsten Lebensart schlechthinin der Luft, und ohne zur Gesellschaft zu gehörenwurde er von ihr als Hüter und Lehrmeister ihresSittenideals bezahlt. Auch Jappe und Do Escobarwaren seine Schüler; nicht im Privatkursus wieJohnny, Brattström und ich, sondern beim öffent-lichen Unterricht im Kasino; und hier war es, wo dasSein und Wesen Herrn Knaaks der schärfsten Ab-schätzung von seiten der jungen Leute unterlag (dennwir im Privatkursus waren sanfter). Ein Kerl, derden zierlichen Umgang mit kleinen Mädchen lehrte,ein Kerl, über den das unwiderlegte Gerücht in Um-lauf war, daß er ein Korsett trage, der mit den Finger-spitzen den Saum seines Gehrockes erfaßte, knirte,Kapriolen schnitt und unversehens in die Lüfte sprang,um dort oben mit den Füßen zu trillern und federndauf das Parkett zurückzuplumpsen: war das überhaupt §ein Kerl? Dies der Verdacht, der auf Herrn KnaaksPerson und Dasein lastete; und gerade seine über-

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