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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
Seite
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Pfeife in der Brusttasche und einem Anker auf dembauschigen, am Handgelenk eng zulaufenden Ärmel.Dergleichen wäre bei jedem anderen als geckenhaftverhöhnt und bestraft worden. Ihm aber, da er esmit Anmut und Selbstverständlichkeit trug, schadetees gar nicht, und nie hatte er im geringsten darunterzu leiden gehabt.

Er sah aus wie ein kleiner magerer Amor, wie erda lag, mit erhobenen Armen, seinen hübschen blond-und weichlockigen, länglichen, englischen Kopf in dieschmalen Hände gebettet. Sein Papa war ein deut-scher Kaufmann gewesen, der sich in England hattenaturalisieren lassen und vor Jahren gestorben war.Aber seine Mutter war Engländerin von Geblüt, eineDame von mildem, ruhigem Wesen und mit langemGesicht, die sich mit ihren Kindern, Johnny undeinem ebenso hübschen, etwas tückischen kleinen Mäd-chen, in unserer Stadt niedergelassen hatte. Sieging immer noch ausschließlich schwarz, in beständigerTrauer um ihren Mann, und sie ehrte wohl seinenletzten Willen, wenn sie die Kinder in Deutschlandaufwachsen ließ. Offenbar befand sie sich in ange-nehmen Verhältnissen. Sie besaß ein geräumigesHaus vor der Stadt und eine Villa an der See, undvon Zeit zu Zeit reiste sie mit Johnny und Sissie

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