ich größer und entwickelter als er und Brattström,auch wohl ein wenig älter als sie, ungefähr dreizehn.So nahm ich Johnnys Erklärung stillschweigend an,obgleich sie eine gewisse Kränkung für mich enthielt.Denn in Johnnys Gesellschaft geriet man leicht inein etwas komisches Licht, wenn man weniger klein,fein und körperlich kindlich war als er, der das allesin so hohem Grade war. Er konnte dann mit seinenhübschen blauen, zugleich freundlich und spöttischlächelnden Mädchenaugen an einem hinaufsehen, miteinem Ausdruck, als wollte er sagen: „Was bist duschon für ein langer Flegel!" Das Ideal der Männ-lichkeit und der langen Hosen kam abhanden in seinerNähe, und das zu einer Zeit, nicht lange nach demKriege, als Kraft, Mut und jederlei rauhe Tugendunter uns Jungen sehr hoch im Preise stand und allesmögliche für weichlich galt. Aber Johnny, als Aus-länder oder halber Ausländer, war unbeeinflußt vondieser Stimmung und hatte im Gegenteil etwas voneiner Frau, die sich konserviert und über andere lustigmacht, die es weniger tun. Auch war er bei weitemder erste Knabe der Stadt, der elegant und ausge-sprochen herrschaftlich gekleidet wurde, nämlich inechte englische Matrosenanzüge mit blauem Lein-wandkragen, Schifferknoten, Schnüren, einer silbernen
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