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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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die Welt gut sein sollte, hatten ihr Herz so sehr unter-jocht, daß sie nicht mehr die Kraft hatte, sich zu ver-stellen. Mochte er sehen, wie es um sie stand, mochteer sich ihrer schämen, damit doch ein Gefühl, das sicbauf sie bezog, in seiner Brust wäre.

Sie blickte hinüber... Das Spiel dort drübenging ein wenig weit, und alles schaute ihm lachendund neugierig zu. Harry hatte eine neue Art vonzärtlichem Ringkampf mit der kleinenSchwalbe"ausfindig gemacht. Er bestand darauf, die Ringemit ihr zu wechseln, und, seine Knie gegen die ihrengestemmt, hielt er sie auf dem Stuhle fest, haschteausgelassen und in toller Jagd nach ihrer Hand undsuchte ihre kleine, festgeballte Faust zu erbrechen.Endlich obsiegte er. Und unter dem lärmenden Bei-fall der Gesellschaft entwand er ihr umständlich denschmalen Schlangenreif und zwang triumphierendseinen eigenen Ehering an ihren Finger.

Da stand Baronin Anna auf. Zorn und Leid,die Sehnsucht, sich mit ihrem Gram um seine geliebteNichtigkeit im Dunklen zu verbergen, der verzweifelteWunsch, ihn durch einen Skandal zu strafen, irgendwieseine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, überwältigtensie. Bleich schob sie ihren Stuhl zurück und gingmitten durch den Saal zur Tür.

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