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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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worben, sich ihm selbst hingegeben hatte: mit demdurstigen Verlangen eines einsamen und verträumtenGeschöpfes nach dem Leben, der Leidenschaft undden Stürmen des Gefühls ...

Dreitakt und Gläserklang, Tumult, Dunst,Summen und Tanzschritt: Das war Harrys Welt undsein Reich; und es war das Reich ihrer Träume,weil dort das Glück war, Gewöhnlichkeit, Liebe undLeben.

Geselligkeit! Harmlose, festliche Geselligkeit, ent-nervendes, entwürdigendes, verführerisches Gift vollunfruchtbarer Reize, buhlerische Feindin des Ge-dankens und des Friedens, du bist etwas Fürchter-liches! Da saß sie, Abende und Nächte, gemartertvon dem grellen Gegensatz zwischen der vollständigenLeere und Nichtigkeit rings umher und der dabeiherrschenden fieberhaften Erregung infolge des Weins,des Kaffees, der sinnlichen Musik und des Tanzes, saßund sah, wie Harry hübsche und lustige Frauen be-zauberte, nicht, weil sie ihn sonderlich beglückten,sondern weil seine Eitelkeit verlangte, daß er sich vorden Leuten mit ihnen zeige, als ein Glücklicher, derwohl versorgt ist, keineswegs ausgeschlossen ist, keineSehnsucht kennt... Wie weh diese Eitelkeit ihr tatund wie sie sie dennoch liebte! Wie süß es war, zu

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