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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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tern auf einem mit verblichenen Altardeckchen be-legten Tischchen zu Häupten der Treppe brannten.An der Tür, welche bereits den Charakter eines Spei-chereinganges trug, war ein graues Pappschild be-festigt, auf dem in römischen Lettern, mit schwarzerKreide ausgeführt, der Name Daniel zu lesen war.Sie schellten ...

Ein breitköpfiger, freundlich blickender Knabe ineinem neuen blauen Anzug und mit blanken Schaft-stiefeln öffnete ihnen, eine Kerze in der Hand, undleuchtete ihnen schräg über den kleinen, dunklen Korri-dor in einen untapezierten und mansardenartigenRaum, der bis auf einen hölzernen Garderobehalterdurchaus leer war. Wortlos, mit einer Geste, die voneinem lallenden Kehllaut begleitet war, forderte derKnabe zum Ablegen auf, und als der Novellist ausallgemeiner Teilnahme eine Frage an ihn richtete,erwies es sich vollends, daß das Kind stumm war.Es führte die Gäste mit seinem Licht über den Korri-dor zurück zu einer anderen Tür und ließ sie eintreten.Der Novellist folgte als letzter. Er trug Gehrock undHandschuhe, entschlossen, sich wie in der Kirche zubenehmen.

Eine feierlich schwankende und flimmernde Hellig-keit, erzeugt von zwanzig oder fünfundzwanzig bren-

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