geraten. Er hatte ein gewisses Verhältnis zum Leben,und ein Buch von ihm wurde in bürgerlichen Kreisengelesen. Er war entschlossen, sich streng bescheiden,dankbar und im ganzen wie ein Geduldeter zu be-nehmen. In einem kleinen Abstande folgte er denanderen ins Haus.
Sie stiegen die Treppe empor, eine nach derandern, gestützt auf das gußeiserne Geländer. Sieschwiegen, denn es waren Menschen, die den Wertdes Wortes kannten und nicht unnütz zu reden pflegten.Im trüben Licht der kleinen Petroleumlampen, diean den Biegungen der Treppe auf den Fensterge-simsen standen, lasen sie im Vorübergehen die Namenan den Wohnungstüren. Sie stiegen an den Heim-und Sorgenstätten eines Versicherungsbeamten, einerHebamme, einer Feinwäscherin, eines „Agenten",eines Leichdornoperateurs vorüber, still, ohne Ver-achtung, aber fremd. Sie stiegen in dem engen Trep-penhaus wie in einem halbdunklen Schacht empor,zuversichtlich und ohne Aufenthalt; denn von oben,von dort, wo es nicht weiter ging, winkte ihnen einSchimmer, ein zarter und flüchtig bewegter Schein ausletzter Höhe.
Endlich standen sie am Ziel, unter dem Dach,im Lichte von sechs Kerzen, die in verschiedenen Leuch-
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