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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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Mehr und weniger, wahrhaftig, begriff er darunter,als sie, wenn sie jubelten. Freiheit was hieß das?

Ein wenig Bürgerwürde doch nicht vor Fürsten-thronen? Laßt ihr euch träumen, was alles ein Geistmit dem Worte zu meinen wagt? Freiheit wovon?

Wovon zuletzt noch? Vielleicht sogar noch vomGlücke, vom Menschenglück, dieser seidenen Fessel,dieser weichen und holden Verpflichtung ...

Vom Glück... Seine Lippen zuckten; es war,als kehrte sein Blick sich nach innen, und langsam ließer das Gesicht in die Hände sinken... Er war imNebenzimmer. Bläuliches Licht floß von der Ampel,und der geblümte Vorhang verhüllte in stillen Faltendas Fenster. Er stand am Bette, beugte sich über dassüße Haupt auf dem Kissen ... Eine schwarze Lockeringelte sich über die Wange, die von der Blässe derPerlen schien, und die kindlichen Lippen waren im ^Schlummer geöffnet... Mein Weib! Geliebte!Folgtest du meiner Sehnsucht und tratest du zu mir,mein Glück zu sein? Du bist es, sei still! Und schlafe!

Schlag jetzt nicht diese süßen, langschattenden Wimpernauf, um mich anzuschauen, so groß und dunkel, wiemanchmal, als fragtest und suchtest du mich! Bei »Gott, bei Gott, ich liebe dich sehr! Ich kann meinGefühl nur zuweilen nicht finden, weil ich oft sehr

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