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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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Stoff, Materie, Möglichkeit des Ergusses bis zumGedanken, zum Bilde, zum Worte, zur Zeile: welchRingen! welch Leidensweg! Wunder der Sehnsuchtwaren seine Werke, der Sehnsucht nach Form, Gestalt,Begrenzung, Körperlichkeit, der Sehnsucht hinüberin die klare Welt des anderen, der unmittelbar undmit göttlichem Mund die besonnten Dinge bei Namennannte.

Dennoch, und jenem zum Trotz: Wer war einKünstler, ein Dichter gleich ihm, ihm selbst? Werschuf, wie er, aus dem Nichts, aus der eigenen Brust?War nicht als Musik, als reines Urbild des Seinsein Gedicht in seiner Seele geboren, lange bevor essich Gleichnis und Kleid aus der Welt der Erschei-nungen lieh? Geschichte, Weltweisheit, Leidenschaft:Mittel und Vorwände, nicht mehr, für etwas, waswenig mit ihnen zu schaffen, was seine Heimat inorphischen Tiefen hatte. Worte, Begriffe: Tasten nur,die sein Künstlertum schlug, um ein verborgenesSaitenspiel klingen zu machen ... Wußte man das?Sie priesen ihn sehr, die guten Leute, für die Kraftder Gesinnung, mit welcher er die oder jene Tasteschlug. Und sein Lieblingswort, sein letztes Pathos,die große Glocke, mit der er zu den höchsten Festender Seele rief, sie lockte viele herbei... Freiheit...

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