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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
Seite
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an den dort, in Weimar, den er mit einer sehnsüchtigenFeindschaft liebte... Und wieder, wie stets, in tieferUnruhe, mit Hast und Eifer, fühlte er die Arbeit insich beginnen, die diesem Gedanken folgte: das eigeneWesen und Künstlertum gegen das des anderen zubehaupten und abzugrenzen ... War er denn größer?Worin? Warum? War es ein blutendes Trotzdem,wenn er siegte? Würde je sein Erliegen ein tragischesSchauspiel sein? Ein Gott, vielleicht ein Held warer nicht. Aber es war leichter, ein Gott zu sein, als einHeld! Leichter... Der andere hatte es leichter!Mit weiser und glücklicher Hand Erkennen undSchaffen zu scheiden, das mochte heiter und quallosund quellend fruchtbar machen. Aber war Schaffengöttlich, so war Erkenntnis Heldentum, und beideswar der, ein Gott und ein Held, welcher erkennendschuf!

Der Wille zum Schweren ... Ahnte man, wievielZucht und Selbstüberwindung ein Satz, ein strengerGedanke ihn kostete? Denn zuletzt war er unwissendund wenig geschult, ein dumpfer und schwärmenderTräumer. Es war schwerer, einen Brief des Juliuszu schreiben, als die beste Szene zu machen undwar es nicht darum auch fast schon das Höhere?Vom ersten rhythmischen Drange innerer Kunst nach

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