heftig und tief in den Aufschlag seines Schlafrockes ge-schoben, während die Linke geballt herniederhing.Eine fliegende Röte war in seine hageren Wangengetreten, eine Lohe, emporgeschlagen aus der Glutseines Künstleregoismus, jener Leidenschaft für seinIch, die unauslöschlich in seiner Tiefe brannte. Erkannte ihn wohl, den heimlichen Rausch dieser Liebe.Zuweilen brauchte er nur seine Hand zu betrachten,um von einer begeisterten Zärtlichkeit für sich selbsterfüllt zu werden, in deren Dienst er alles, was ihnian Waffen des Talentes und der Kunst gegeben war,zu stellen beschloß. Er durfte es, nichts war unedeldaran. Denn tiefer noch, als diese Ichsucht, lebte dasBewußtsein, sich dennoch bei alldem im Dienste vonirgend etwas Hohem, ohne Verdienst freilich, sondernunter einer Notwendigkeit, uneigennützig zu ver-zehren und aufzuopfern. Und dies war seine Eifer-sucht: daß niemand größer werde als er, der nichtauch tiefer als er um dieses Hohe gelitten.
Niemand!... Er blieb stehen, die Hand überden Augen, den Oberkörper halb seitwärts gewandt,ausweichend, fliehend. Aber er fühlte schon denStachel dieses unvermeidlichen Gedankens in seinemHerzen, des Gedankens an ihn, den anderen, denHellen, Tastseligen, Sinnlichen, Göttlich-Unbewußten,
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