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Nach neun oder zehn Hervorrufen begibt sich daserhitzte Wunderkind nicht mehr hinter den Wandschirm,sondern geht zu seiner Mama und dem Impresariohinunter in den Saal. Die Leute stehen zwischen dendurcheinandergerückten Stühlen und applaudieren^ und drängen vorwärts, um Bibi aus der Nähe zu
sehen. Einige wollen auch die Prinzessin sehen: esbilden sich vor dem Podium zwei dichte Kreise umdas Wunderkind und um die Prinzessin, und manweiß nicht recht, wer von beiden eigentlich Cercle hält.^ Aber die Hofdame verfügt sich auf Befehl zu Bibi;
sie zupft und glättet ein wenig an seiner seidenenJacke, um ihn hoffähig zu machen, führt ihn am Armvor die Prinzessin und bedeutet ihm ernst, Ihrer könig-lichen Hoheit die Hand zu küssen. „Wie machst du es,Kind?" fragt die Prinzessin. „Kommt es dir von selbstin den Sinn, wenn du niedersitzest?" — „Oui, Ma-dame," antwortet Bibi. Aber inwendig denkt er:„Ach, du dumme, alte Prinzessin ...!" Dann dreht ersich scheu und unerzogen um und geht wieder zu seinen^ Angehörigen.
Draußen an den Garderoben herrscht dichtes Ge-wühl. Man hält seine Nummer empor, man empfängtmit offenen Armen Pelze, Schale und Gummi-schuhe über die Tische hinüber. Irgendwo steht die
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