Klavierlehrerin unter Bekannten und hält Kritik. „Erist wenig unmittelbar," sagt sie laut und sieht sich um...
Vor einem der großen Wandspiegel läßt sich einejunge, vornehme Dame von ihren Brüdern, zweiLeutnants, Abendmantel und Pelzschuhe anlegen.Sie ist wunderschön mit ihren stahlblauen Augen undihrem klaren, reinrassigen Gesicht, ein richtiges Edel-fräulein. Als sie fertig ist, wartet sie auf ihre Brüder.„Steh nicht so lange vor dem Spiegel, Adolf!" sagtsie leise und ärgerlich zu dem einen, der sich von demAnblick seines hübschen, simplen Gesichts nicht trennenkann. Nun, das ist gut! Leutnant Adolf wird sichdoch vor dem Spiegel seinen Paletot zuknöpfendürfen, mit ihrer gütigen Erlaubnis! — Dann gehensie, und draußen auf der Straße, wo die Bogenlampentrübe durch den Schneenebel schimmern, fängt Leut-nant Adolf im Gehen ein bißchen an auszuschlagen,mit emporgeklapptem Kragen und die Hände in denschrägen Manteltaschen auf dem hartgefrorenenSchnee einen kleinen MMr-äkmos aufzuführen, weiles so kalt ist.
„Ein Kind!" denkt das unfrisierte Mädchen, wel-ches mit frei hängenden Armen in Begleitung einesdüsteren Jünglings hinter ihnen geht. „Ein liebens-würdiges Kind! Dort drinnen war ein verehrungs-
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