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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
Seite
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kleinen gewöhnlichen Kameraden dort unten wehenmit ihren Taschentüchern ... Aber der Kritiker denkt:Freilich, dieser Jmpresariokuß mußte kommen. Einalter, wirksamer Scherz. Ja, Herrgott, wenn mannicht alles so klar durchschaute!"

Und dann geht das Konzert des Wunderkindes zuEnde. Um halb acht Uhr hat es angefangen, um halbneun Uhr ist es aus. Das Podium ist voller Kränze,und zwei kleine Blumentöpfe stehen auf den Lampen-brettern des Flügels. Bibi spielt als letzte NummerseineUbapsoäie Arsegus", welche schließlich in diegriechische Hymne übergeht, und seine anwesendenLandsleute hätten nicht übel Lust, mitzusingen, wennes nicht ein vornehmes Konzert wäre. Dafür ent-schädigen sie sich am Schluß durch einen gewaltigenLärm, einen heißblütigen Radau, eine nationaleDemonstration. Aber der alternde Kritiker denkt:Freilich, die Hymne mußte kommen. Man spieltdie Sache auf ein anderes Gebiet hinüber, man läßtkein Begeisterungsmittel unversucht. Ich werdeschreiben, daß das unkünstlerisch ist. Aber vielleichtist es gerade künstlerisch. Was ist der Künstler? EinHanswurst. Die Kritik ist das Höchste. Aber das darfich nicht schreiben." Und er entfernt sich in seinenbespritzten Hosen.