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Das Wunderkind : Novellen
Entstehung
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ist er ganz fertig, als Typus des Künstlers. Er hatin sich des Künstlers Hoheit und seine Würdelosigkeit,seine Scharlatanerie und seinen heiligen Funken,seine Verachtung und seinen heimlichen Rausch.Aber das darf ich nicht schreiben; es ist zu gut. Ach,glaubt mir, ich wäre selbst ein Künstler geworden,wenn ich nicht das alles so klar durchschaute..

Da ist das Wunderkind fertig, und ein wahrerSturm erhebt sich im Saale. Er muß hervor undwieder hervor hinter seinem Wandschirm. Der Mannmit den blanken Knöpfen schleppt neue Kränze herbei,vier Lorbeerkränze, eine Lyra aus Veilchen, einBukett aus Rosem Er hat nicht Arme genug, demWunderkinds all die Spenden zu reichen, der Im-presario begibt sich persönlich aufs Podium, um ihmbehilflich zu sein. Er hängt einen Lorbeerkranz umBibis Hals, er streichelt zärtlich sein schwarzes Haar.Und plötzlich, wie übermannt, beugt er sich niederund gibt dem Wunderkinde einen Kuß, einen schallen-den Kuß, gerade auf den Mund. Da aber schwilltder Sturm zum Orkan. Dieser Kuß fährt wie einelektrischer Stoß in den Saal, durchläuft die Mengewie ein nervöser Schauer. Ein tolles Lärmbedürfnisreißt die Leute hin. Laute Hochrufe mischen sich indas wilde Geprassel der Hände. Einige von Bibis

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