reichen kann. Es ist sein eigener Flügel, den er überallhin mitnimmt. Er ruht auf Holzböcken, und seine Poli-tur ist ziemlich strapaziert von den vielen Transporten;aber das alles macht die Sache nur interessanter.
Bibi setzt seine weißseidenen Füße aus die Pedale;dann macht er eine kleine spitzfindige Miene, siehtgeradeaus und hebt die rechte Hand. Es ist ein bräun-liches naives Kinderhändchen, aber das Gelenk iststark und unkindlich und zeigt hart ausgearbeiteteKnöchel.
Seine Miene macht Bibi für die Leute, weil erweiß, daß er sie ein wenig unterhalten muß. Aber erselbst für sein Teil hat im stillen sein besonderes Ver-gnügen bei der Sache, ein Vergnügen, das er nie-mandem beschreiben könnte. Es ist dieses prickelndeGlück, dieser heimliche Wonneschauer, der ihn jedesmalüberrieselt, wenn er wieder an einem offenen Klaviersitzt — er wird das niemals verlieren. Wieder bietetsich ihm die Tastatur dar, diese sieben schwarz-weißenOktaven, unter denen er sich so oft in Abenteuer undtief erregende Schicksale verloren, und die doch wiederso reinlich und unberührt erscheinen, wie eine geputzteZeichentafel. Es ist die Musik, die ganze Musik, dievor ihm liegt! Sie liegt vor ihm ausgebreitet wie einlockendes Meer, und er kann sich Hineinstürzen und
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