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Das Gesetz
Entstehung
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fanden sies dann und riefen: »O Wunder, ein Findlingund Schilfknabe, ein ausgesetztes Kindlein! Wie in altenMären ist es, genau wie mit Sargon, den Akki, der Wasser-schöpfer, im Schilfe fand und aufzog in der Güte seinesHerzens. Immer wieder kommt dergleichen vor! Wohin nunmit diesem Fund? Das Allervemünftigste ist, wir geben ihneiner säugenden Mutter von schlichtem Stand, die übrigeMilch hat, dass er als ihr und ihres redlichen Mannes Sohnerwachse.« Und sie händigten das Kind einem ebräischenWeibe ein, die brachte es hinab in die Gegend Gosen zuJochebed, dem Weibe Amrams, von den Zugelassenen, einesMannes aus Levis Samen. Sie säugte ihren Sohn Aaron undhatte übrige Milch; darum, und weil ihrer Hütte heimlich zu-weilen Gutes zukam von oben herab, zog sie das unbestimmteKind mit auf in der Güte ihres Herzens. So wurden Amramund Jochebed sein Elternpaar vor den Menschen und Aaronsein Bruder. Amram hatte Rinder und Feld, und Jochebedwar eines Steinmetzen Tochter. Sie wussten aber nicht, wiesie das fragliche Knäblein nennen sollten; darum gaben sieihm einen halb ägyptischen Namen, will sagen: die Hälfteeines ägyptischen. Denn öfters hiessen die Söhne des LandesPtach-Mose, Amen-Mose oder Ra-Mose und waren als Söh-ne ihrer Götter genannt. Den Gottesnamen nun Hessen Am-ram und Jochebed lieber aus und nannten den Knaben kurzwegMose. So war er ein »Sohn« ganz einfach. Fragte sich ebennur, wessen.

III

Als einer der Zugelassenen wuchs er auf und drückte sichaus in ihrer Mundart. Die Vorfahren dieses Blutes wareneinst, zur Zeit einer Dürre, als »hungernde Beduinen von

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