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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Dritter Teil. Komposition.

gedrückt werden; ferner muß es mit derAufschrift"des Briefes korrespondieren, d. h. Aufschrift und Siegelmüssen in solcher Weise zu einander stehen, daß, wenn derBriefempfänger den Brief zwischen den Fingern beiderHände hält, das eine oder das andere gesehen hat und nunden Brief zwischen den Fingern nmdreht, das zweite gleich-falls aufrecht vor ihm steht.

534. Wie ist danach das Siegel aufzudrücken?

Wenn man die Adresse ans den Brief geschrieben hat unddieselbe getrocknet ist, faßt man den Brief so, wie er liegt,mit dem Daumen und dem Zeigefinger, dreht ihn zwischenden Fingern, indem man mit Daumen und Mittelfingerwechselt, legt ihn nieder und drückt das Siegel aufrecht auf;alsdann stehen Spiegel und Aufschrift korrespondierend zueinander. Es kommt nur darauf an, daß man mit denFingern und nicht mit den Händen wechselt.

535. Weshalb ist die genannte Stellung zwischen Siegel undAufschrift die richtige?

Weil das genannte Anfassen und Wechseln das natürlicheist, daher von dem Briefempfänger in der Regel angewandtwird, und weil der Briefschreiber wünschen muß, daß seinBrief sofort in richtiger Haltung vor dem Empfänger erscheint.

Wie ein verschrobenes Hineintreten zu jemandem dem beab-sichtigten Zwecke unseres Besuches jedenfalls sehr nachteilig ist, sogilt dasselbe von unseren Briefe.

536. Was ist über die Aufschrift der Briefe zu bemerken?

Da die Aufschrift (Adresse) des Briefes den Zweck hat,

daß der Brief in die Hände des Empfängers gelange, und dadie Besorgung desselben durch Personen geschieht, denenBriefschreiber und Briefempfänger unbekannt sind, so trittzuerst die etwaige vertrauliche Stellung beider in der Auf-schrift zurück; zweitens müssen Name und Wohnort des Em-pfängers so genau angegeben sein, daß eine Verwechselungder beziehlichen Persönlichkeit möglichst verhütet wird.

Wenn z. B. ein Sohn an seinen Vater schreibt, so ist, wasdas erste betrifft, die Auslassung der gewöhnlichen Titulatur auf