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Dritter Teil. Komposition.
nur wiedererzählt werden, oder mag es des Verfassers freierAufsatz sein, so nennt man einen solchen schriftlichen Aufsatzein „Gespräch".
481. Worin besteht die charakteristische Form eines „Ge-sprächs"?
Die charakteristische Form eines „Gesprächs" bestehtdarin, daß die Darstellung sich in Fragen und Antwortenfortbewegt, so daß der innere Zusammenhang äußerlich durchden Anschluß jeder neuen Frage an das Vorhergehende dar-gestellt wird.
482. Worin besteht die besondere Bedeutung eines „Ge-sprächs"?
Die besondere Bedeutung eines „Gesprächs" beruhtdarin, daß die allgemeinste und natürlichste Form des sprach-lichen Verkehrs in solcher Weise ihren schriftlichen Ausdruckfindet.
Es ist daher ein von dem natürlichen Entwickelungsgangejedes einzelnen Menschen gewiesener Weg, daß der erste Unterrichtim Gespräche mit dem Schüler erteilt wird, und daß der Unterrichtim zusammenhängenden Vortrage sich erst auf höherer Stufe ari-schließt. Und es war jedenfalls ein sehr richtiger Gedanke desHerrn Verlegers unserer „Katechismen", daß er durch dieselben derGesprächsform ihren natürlichen Einfluß sicherte und erweiterte.
483. Worauf kommt cs bei der schriftlichen Ausarbeitungeines „Gespräches" besonders an?
Bei der mündlichen Durchführung, mithin auch bei derschriftlichen Ausarbeitung eines „Gesprächs" kommt esbesonders darauf an, daß die Einheit der ganzen Dar-stellung festgehalten werde, oder daß nicht durch die stetsWiederkehrende Unterbrechung der Fragen und Antwortender Faden des Gesprächs verloren gehe.
484. Wie hält man den Faden eines Gesprächs am besten fest?
Durch vorhergehende sorgsamste Ausarbeitung der Dis-position.