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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Dritter Teil. Komposition.

emporgestiegen werden kann, sobald man auf der unterenwirklich feststeht, jedesmal alsdann angenommen werden,wenn die Auffassung, folglich auch die Darstellung der Personoder Sache in ihrem Einzelsein von der einfachen Anschauugsich weiter entfernt, folglich schwieriger ist,

394. Welche Aufgabe steht demnach auf der ersten oderuntersten Stufe des Beschreibens?

Die einfache Beschreibung von Einzeldingen in ihreräußerlich wahrnehmbaren Erscheinung ist die unterste Stufeder Stilübung im Beschreiben,

Derartige Themata sind „Beschreibe die Schulstube", „dein Lese-buch", euren Garten" rc.

395. Welche Praktische Regel ergiebt sich für diese untersteStufe des Beschreibens?

„Beschreibe ein Einzelding also, daß du es neben denähnlichen Dingen derselben Art bestimmt erkennen kannst!"

396. Weshalb kommt es bei der Beschreibung eines Einzcl-dingcs zunächst auf die Unterscheidung von ähnlichen Dingen der-selben Art an?

Weil die Schwierigkeit der Unterscheidung und bestimmtenAuffassung immer größer wird, je größer die Ähnlichkeit derbetreffenden Dinge ist.

Wenn ich z, B, einen Mann beschreiben will, so genügt schondas Wort „Mann", um ihn nicht nur von allen Dingei:, welchenicht Menschen sind, sondern auch von allen Personen weiblichenGeschlechts zu unterscheiden. Wenn ich ihm das Merkmal „Deutscher"beilege, so ist die Unterscheidung von den übrigen Männern inBeziehung auf die Bolksangehörigkeit gegeben. Wem: ich ihm dasMerkmal „gebildet" beilege, so ist er neben allen ungebildetenMännern zu erkenne:: rc.

397. Bis wie weit muß eine solche Hinzufügung von einzelnenMerkmalen fortgesetzt werden?

Bis die Unterscheidung der betreffenden Person oder Sachevon den ihr ähnlichsten Personen oder Sachen gesichert ist.

Wenn ich z. B. „die berühmte Eiche im Amte Cismar in Hol-stein" beschreiben wollte, so würde es nicht genügen, dieselbe durch