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Katechismus der Stilistik : eine Anweisung zur Ausarbeitung schriftlicher Aufsätze
Entstehung
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Zweiter Teil. Disposition.

is Der Achlub.

215. Worin besteht das Wesen des Schlusses?

Wie die Einleitung die Aufgabe hat, in dem Leser die-jenige Stimmung hervorzurufen, welche denselben geneigtmacht, die nachfolgende Darstellung zu vernehmen, so hatder Schluß die Aufgabe, die durch die Darstellung in demLeser hervorgerufene Stimmung so zu kräftigen, daß siespäter die beabsichtigten Früchte trage.

216. Wie »erhält sich danach der Schluß zu der Einleitung?sS. Fr. 185.»

Der Schluß verhält sich zu der Einleitung, der Stellungbeider im Aufsatze gemäß, wie das Ende zu dem Anfängeund wird in gleicher Weise von dem Zwecke der Darstellungbeherrscht.

217. Wie kann dieses Verhältnis zwischen Schluß und Ein-leitung hervortrctcn?

Oft sehr gelungen darin, daß beide, Einleitung undSchluß, direkt aufeinander Hinweisen und dadurch demLeser oder Hörer den Aufsatz als ein Ganzes, als ein frischesLebensbild, vorführen und bewahren lassen.

Wir hörten die sehr wohl gelungene Rede eines jungen Mannesüber das ThemaByrons Poesie", worin die Einleitung unsByron vorführte als ein Meteor, welches über die regelmäßigen undgewohnten Bahnen des Lebens und des Lichts hinausgeschweist sei,und der Schluß uns Byrons Leiche sehen ließ, wie sie, von derhochkirchlichen Partei aus der Westminster-Abtei zurückgewiesen, ineiner Dorskirche ihre Ruhestätte fand; und es trug dieser Zusammen-schluß des Ganzen nicht wenig zur Kräftigung des frischen Lebens-bildes bei.

218. Worin besteht die besondere Aufgabe des Schlusses?

Wie gesagt (s. Fr. 215), in der lebendigen Kräftigung

der durch die Darstellung hervorgerufenen Stimmung, alsoin einer Anknüpfung der Darstellung an das künftige Lebendes Lesers. Die Einleitung führt den Leser aus seinemallgemeinen Lebenskreise in den Kreis des Themas hinein,